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Grafikkarte oder Prozessor- wer rechnet wo...

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Hallo zusammen

Es ist schon ein wenig verwirrend mit der Thematik Grafikkarte und Prozessor wenn es um das Thema schnelle Darstellung oder Berechnung in der CAD geht. Noch dazu tauchen in der letzten Zeit Programme auf die behaupten, Visualisierungen innerhalb von Sekunden zu machen wobei wir doch eigentlich vom Allplan Renderer wissen, dass es seine Zeit dauert. Wie seriös sind also solchen Zeitangaben?
Ohne wilde Fachbegriffe und ein wenig vereinfacht möchte ich mal kurz der Thema „Wer berechnet wo“ erläutern.

Fangen wir mal mit den Anfängen der CAD an: Der Prozessor (CPU) machte die Berechnungen und die Grafikkarte (GPU) stellte was dar. Eine bisschen- meist Linien.
Doch die Grafikkarte wurde mit der Zeit weiter entwickelt und lernte das „Open GL“, die Technik, 3D-Körper darstellen zu können. Ein Durchbruch, auf den sich alle CAD-Systeme bis heute stützen. Allplan genauso wie auch Cinema 4D. Die Arbeitsteilung ist aber immer noch die gleiche: Der Prozessor berechnet und die Grafikkarte stellt dar, obwohl sie durch Ihren Grafikprozessor (GPU) auch schon ein wenig mit berechnet, aber hauptsächlich an der 3D-Darstellung. Schatten etc. werden nach wie vor durch die CPU berechnet und das Ergebnis der Grafikkarte mitgeteilt. Ein extrem genaues Ergebnis, wenn auch rechenintensiv. Das wurde aber schnell durch mehrere Kerne kompensiert.

Dann kam die Spiele-Industrie und stellte fest: Das ist uns viel zu langsam mit dem Prozessor (CPU) und der Grafikkarte (GPU), Warum berechnen wir nicht alles direkt auf der Grafikkarte? OK, es ist nicht so korrekt wie die langen Berechnungen der CPU, aber bei Spielen muss es nicht richtig sein sondern nur richtig aussehen. Wir brauchen etwas, womit die Software der Grafikkarte sagen kann, was sie wie berechnen und darstellen muss. Und schon war „DirectX“ geboren. Damit wird alles auf der Grafikkarte berechnet, bis zu 5000 schneller als mit der CPU-GPU Kombination, allerdings war vieles, gerade im Bereich Schatten und Spiegelungen gefakt, was nicht so ins Gewicht fiel.

Und schon sind wir in der Gegenwart:
Allplan, Cinema und viele andere arbeiten bis heute mit der CPU-OpenGL Kombination, die die genaueste aber nicht gerade die schnellste Methode ist. Für gute Visualisierungsergebnisse gehen dort schon mal 1,2 oder mehr Stunden ins Land. Aber die Grafikkarte (GPU)schlummert zu 70% einen seligen Schlaf, da sie mangels DirectX-Anforderung nichts zu tun bekommt.
Jetzt kommen die Echtzeitvisualisierer ins Spiel, die Visualisierungen innerhalb von Sekunden statt 1-2 Stunden erledigen. Wirklich? Ja!! Wirklich! Sie rechnen nur auf der Grafikkarte (GPU) und dort kann der Prozessor seinen verdienten Schlaf genießen, während die Grafikkarte schuften muss. Aber alle Berechnungen sind grafisch orientiert und damit nicht so genau wie von der CPU berechnet. Sieht man das? Immer weniger, da die Technik auch in diesem Bereich immer besser wird. Von einem Laien sind die Unterschiede eh kaum auszumachen. (Siehe angehängte Bilder)
Kann man nicht einfach hergehen und exakte Berechnungen der CPU mit schnellen Berechnungen der GPU mischen? Ja, das machen auch mittlerweile einige Programme wie z B. der Indigo Renderer oder auch Vray. Auch der Cinerenderer macht das ein bischen für den schnellen Grafikaufbau. Sie beziehen die Leistung der Grafikkarte mit ein. Damit ist der noch landläufige Begriff der „Gamer-Grafikkarte“ eigentlich überholt. Es ist davon auszugehen, dass in den nächsten Jahren immer mehr Programme das Potenzial der Grafikkarten effektiver nutzen.

Einsetzen kann man die leistungsfähigen Grafikarten natürlich schon jetzt, auch wenn sie nicht als CAD-Grafikkarte deklariert oder zertifiziert sind. Grafikkarte aus der Produktreihe „Nvidia Geforce GTX“ oder „AMD Radeon R9“ arbeiten sehr gut mit Allplan oder Cinema zusammen und freuen sich erst recht, wenn sie mit „DirectX“ unterstützenden Programmen ihre Schnelligkeit zeigen können.
Preis von diesen schnellen Karten liegt bei ca. 170 – 350 Euro.
Ich hab mal eine Visualisierung aus einem GPU-Renderer und aus einem CPU-Renderer angehängt, damit man die Unterschiede sieht. Renderzeit des GPU-Renderings betrug 55 Sekunden, des CPU-Renderings 4,5 Stunden.

Gruß, Frank
(Alle Angaben ohne Gewähr)

Die Füße gehen nur dort hin, wo die Augen schon waren.

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Hallo Jürgen Allplan001

Wenn Dein Notebook derart langsamer ist, als Dein Bürorechner, obwohl das Notebook eigentlich ein Renner ist, dann habe ich mehrere Verdachte:

Dein Laptop hat sicher eine Hybridgrafik. Da kann im Bios eingestellt werden, welche Karte laufen soll. Schau da mal rein, bei mir gibt es drei Einstellungen: Hybrid aktiv (nur die Grafikeinheit im Prozessor läuft), automatic (dann sollte je nach Bedarf automatisch umgestellt werden) und deaktiviert (nur der Nvidia läuft). Probier mal die Einstellung mit nur der aktivierten Nvidia-Grafik. Ändert sich etwas gegenüber automatic? Wenn nein, dann habe ich keinen Rat und wundere mich.
Wenn es einen signifikanten Unterschied zur Einstellung "automatic" gibt, dann hat dein Rechner den Bug, den sehr viele Laptop`s mit der Hybrid-Grafik und Windows 10 haben. Dann läuft die Nvidia-GPU entweder nicht, oder nur mit halber Leistung. Bei meinem Test-Rechner mit Windows 10 ist das so und der Support von Nvidia und HP haben etwas zu tun. Es ist ein HP ZBook mit i7-4800MQ und Quadro K2100M.

Vielleicht probierst Du mal den Cinebench15 und postest die Ergebnisse des OpenGL-Test jeweils mit den beiden Einstellungen im Bios.
Bei mir sind das in Hybrid-automatic irgenwas bei 30fps und bei aktiver Nvidia-GPU mehr als 70fps, obwohl die Werte gleich hoch sein sollten (wie es in Windows 7 auch ist).

mg

ist kein Hybrid. Anbei screenshots.

Gruß Jürgen

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das ist ein Phänomen!! Läuft irgend ein Test von cinebench, läuft Allplan auch super!
Ist cinebench beendet verfällt Allplan in den Tiefschlaf, was ist denn das? Als cinebench eine Tür aufmacht...

Gruß Jürgen

Da stimmt auf jeden Fall etwas nicht!

Für eine GTX 980 ist das indiskutabel. Das sollten um die 100fps sein. Und ein Hybrid ist das eher doch. Sieh mal im Gerätemanager nach unter Grafikkarten. Da wird es deren zwei geben...

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...und das ist kein Phänomen, sondern ein Bug! Allerdings hat Allplan damit absolut nichts zu tun.

Vor Jahren hatten wir das schon mal, das ist Allplan-Speach. Leider ist die Suchfunktion nicht mehr so fein einstellbar, sonst würde ich den erheiternden Beitrag finden

mg

Im Gerätemanager wird nur die GTX 980 M angezeigt. Habe mal alle Treiber der GTX deinstalliert und neu installiert hilft aber nichts.

Als wenn Allplan die Karte immer nur in dem Moment erkennt, wenn der Cinebench-Test läuft.

Alles verdammt ärgerlich, mit der Version V 2015 lief alles noch wie geschmiert, fahre jetzt ins Büro...

Gruß Jürgen

Vielleicht ist das ja ein ähnliches Problem Link bei mir da ich auch auf einem zweiten Bildschirm Allplan laufen habe..

Gruß Jürgen

Dann forste doch mal die Einstellungen im BIOS durch, nach Optionen zu den Gerätekonfigurationen. Ich glaube nicht, dass Dein Laptop nur die dedizierte Grafik hat. Oder gib mir mal die genaue Bezeichnung des Laptops...

mg

N' abend.
Im Bios gibt es keine Einstellung zu der Grafikkarte.

Gruß Jürgen

Okay, mich würde schon der Typ Deines Laptops interessieren. Hersteller, Bezeichnung...

Und allgemein dazu: Solange die Kombi aus Intel-Grafik und Nvidia-Grafik in Windows 10 Probleme macht, rate ich dringend von Windows 10 ab. Das Internet ist voll von Meldungen über Problemen und Bugs mit Laptops und Optimus (Hybrid-Grafik) und meine Testinstallation macht hier keine Ausnahme. Finger weg von Windows 10!

mg

Link

Die Probleme sind erst seit der Version 2016-1 da....vorher lief alles gut.

Gruß Jürgen

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