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[Frage] Namenskonvention für projektspezifische Custom PropertySets (Pset) im IFC

Schlagworte:
  • Allplan
  • IFC
  • Solibri
  • Bimcollab
  • Zoom
  • Propertyset
  • PSet

Hallo zusammen,

wir stehen aktuell vor folgendem Thema: In unseren BIM-Projekten bündeln wir projektspezifische Anforderungen (z.B. Bauherrenattribute, DIN 276 etc.) in einem gemeinsamen Custom PropertySet im IFC. Der Name dieses PropertySets ist derzeit projektspezifisch definiert und enthält das jeweilige Projektkürzel (z.B. SKM, CKU usw.).

Das hat zur Folge, dass z.B. SmartViews in BIMcollab Zoom oder Klassifikationen bzw. Regelsätze in Solibri projektübergreifend nicht wiederverwendbar sind, da Eigenschaften dort immer in Kombination mit dem jeweiligen PropertySet-Namen referenziert werden.

Wir möchten bewusst keine Büro- oder Gewerkekürzel im PropertySet-Namen verwenden, damit alle Fachplaner im Projekt dasselbe PropertySet nutzen können. Daher erscheint uns ein neutrales, fest definiertes Custom PropertySet wie z.B. "Projektanforderungen" oder "Informationsanforderungen" für alle Projekte sinnvoller.

Wie handhabt ihr das? gibt es aus eurer Sicht sinnvollere Vorgehensweisen im Zusammenspiel von Allplan – IFC – BIMcollab/Solibri?

Vielen Dank für eure Erfahrungen!

LG
Victor

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interessant.
Bei uns gibt es solche Anforderungen (noch) nicht seitens der Bauherrschaft, bzw. wir definieren das selber (mit dem Bauherren).
Einem BIM-Management, dass Standard Merkmale in User Psets legt würde ich auch was husten! Das führt ja den standardisierten OpenBIM Workflow mit IFC ad absurdum.
Das Argument "zur einfacheren Übergabe an das FM" verstehe ich dann auch nicht. Wenn ein FM das jedes mal aus anderen Psets raussuchen muss ist denen doch auch nicht geholfen?

in so einem Fall würde ich über unterschiedliche Attributmappings gehen, damit man erst nach internem Standard prüfen kann um dann mit Projektstandard an den BH zu übergeben.

Viele Grüße
Florian

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www.vollack.de

wie du sagst, wenn PropertySets Projektspezifisch angepasst werden, kann keine vernünftige, regelbasierte Prüfung vorgenommen werden.
Ich verstehe gar nicht, was das für einen Vorteil haben soll? Die IFC an sich ist doch schon "Projektspezifisch" warum dann nochmal in den PSets unterscheiden?
Deinen Attributen gibst du doch auch keine projektabhängigen Namen, oder?

Viele Grüße
Florian

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www.vollack.de

Vielleicht verstehe ich das Problem nicht richtig, aber:

Wenn projektspezifische PSets Probleme machen, dann würde ich projektspezifischen PSets nicht verwenden...

Grüße
rb

Domain Quality Engineer

Lass mich kurz versuchen, das mit anderen Worten zu erklären:

In einigen unserer BIM-Projekte fordert der Bauherr in Abstimmung mit dem BIM-Management in der LOIN-Liste, dass alle projektspezifischen Attribute in einem einzigen "Projekt-Pset" zusammengefasst werden. Dieses Pset soll jeweils nach dem Projektkürzel benannt sein wie z.B. "SKM" oder "CKU".

Der Hintergrund ist, dass alle geforderten Informationen übersichtlich an einer Stelle stehen, z.B. für eine einfachere Übergabe an das FM, statt auf mehrere buildingSMART-Psets verteilt zu sein. Das heißt, Attribute wie Brandschutzklasse, Expositionsklasse oder Material werden beim IFC-Export in dieses Projekt-Pset geschrieben und nicht in die üblichen buildingSMART-Standard-Psets (z.B. Pset_ConcreteElementGeneral für die Expositionsklasse). In manchen Projekten wird sogar verlangt, dass auch die Common-Attribute in diesem Projekt-Pset enthalten sind und nicht im Pset_Common, damit alle geforderten Informationen an einer Stelle zusammenstehen (im Anhang findet ihr ein Beispielbild).

Gleichzeitig möchten wir büroweit einheitliche Smart-Views bzw. Regelsätze erstellen, die wir in jedem Projekt direkt verwenden können. Da die Regeln jedoch zuerst nach dem Pset-Namen filtern, funktionieren sie nicht mehr, wenn das Projekt-Pset unterschiedlich heißt.

Deshalb meine Frage: wie löst ihr das normalerweise? verwendet ihr einen einheitlichen Namen für Projekt-Psets wie z.B. "Projektanforderungen" o.e.ä.? oder passt ihr die Smart-Views bzw. Regelsätze jeweils pro Projekt an?

Vielen Dank!

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interessant.
Bei uns gibt es solche Anforderungen (noch) nicht seitens der Bauherrschaft, bzw. wir definieren das selber (mit dem Bauherren).
Einem BIM-Management, dass Standard Merkmale in User Psets legt würde ich auch was husten! Das führt ja den standardisierten OpenBIM Workflow mit IFC ad absurdum.
Das Argument "zur einfacheren Übergabe an das FM" verstehe ich dann auch nicht. Wenn ein FM das jedes mal aus anderen Psets raussuchen muss ist denen doch auch nicht geholfen?

in so einem Fall würde ich über unterschiedliche Attributmappings gehen, damit man erst nach internem Standard prüfen kann um dann mit Projektstandard an den BH zu übergeben.

Viele Grüße
Florian

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www.vollack.de

Ich weiß nicht, ob das möglich ist, aber ich würde auch erstmal mit dem BIM-Manager reden, ob ein Bewusstsein für die Folgeprobleme vorhanden ist - und ob das wirklich so sein muss...

Oder ob das nur so eine gut gemeinte Idee war, die man nach Feedback durch praktische Erfahrungen anpassen kann...

Grüße,
rb

Domain Quality Engineer

Vielen Dank euch beiden für eure Antworten.

In unserem Fall gibt es inzwischen mehrere Projekte, sowohl mit privaten als auch mit öffentlichen Auftraggebern, bei denen ausdrücklich ein nach dem Projekt benanntes PropertySet gefordert wird. Daher sind wir bisher davon ausgegangen, dass dies korrekt bzw. zumindest üblich sei, und haben es entsprechend umgesetzt, ohne es weiter zu hinterfragen. Und jetzt, da wir häufiger die Rolle des BIM-Gesamtkoordinators übernehmen, merken wir zunehmend den Nachteil, dass wir unsere Prüfregeln jedes Mal an das jeweilige Projekt- bzw. PropertySet anpassen müssen.

Eure Argumente sind jedoch sehr nachvollziehbar. Es ist aus meiner Sicht auch sinnvoll, die standardisierten PropertySets von buildingSMART zu verwenden. Grundsätzlich sollte auch ein "modernes" FM mit dieser Struktur arbeiten bzw. diese Klassifikation einfordern.

Wir werden unsere Strategie für zukünftige Projekte daher nochmals überdenken und uns so weit wie möglich an der buildingSMART-Struktur orientieren. Den Hinweis mit unterschiedlichen Attribut-Mappings nehme ich auf jeden Fall mit, das ist ein sehr hilfreicher Ansatz.

Verstehe ich dann richtig, dass ihr die standardisierten Attribute jeweils in ihre vorgesehenen PropertySets exportiert (z.B. Pset_Common, Pset_ConcreteElementGeneral, Pset_Warranty, Pset_SpaceCoveringRequirements etc.) und nur die wirklich projektspezifischen bzw. bauherrenspezifischen Attribute (wie z.B. Kostengruppe, Gewerk, Türnummer, AKS usw.) in einem separaten Projekt-Pset zusammenfasst?

Danke nochmals!